Mitteilung zur Ausbreitung der Geflügelpest

    05/04/2021.

    Geflügelpest (HPAI) breitet sich in Deutschland aus;
    bayernweite Anordnung von Biosicherheitsmaßnahmen

    Das gegenwärtige Geflügelpestgeschehen (HPAI) in Bayern und Deutschland ist weiterhin hochdynamisch. Insgesamt sind in Bayern derzeit 23 Fälle bei Wildvögeln sowie vier Fälle bei Hausgeflügel amtlich festgestellt worden.

    Die bisherigen Fundorte HPAI-positiver Wildvögel liegen zu einem weitaus überwiegenden Teil in HPAI-Risikogebieten. Vor diesem Hintergrund und einer steigenden Prävalenz des Virus in der Wildvogelpopulation in Bayern kommt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in seiner aktuellen Risikobewertung für das Auftreten von HPAI in Bayern zu dem Ergebnis, dass insbesondere für Geflügelhaltungen in HPAI-Risikogebieten ein besonders hohes Risiko für den unmittelbaren oder mittelbaren Eintrag von HPAI über Wassergeflügel besteht.

    Um eine weitere Ausbreitung der HPAI in Bayern verhindern zu können, wird es aus Sicht des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) als fachlich notwendig erachtet, zumindest in den bayerischen HPAI-Risikogebieten eine Aufstallungspflicht für Haus- und Nutzgeflügel anzuordnen.

    Die erforderlichen Maßnahmen werden durch die ergänzende Allgemeinverfügung des Landkreises Dillingen a.d.Donau vom 5. März 2021 bekannt gegeben und gelten ab Samstag, den 6. März 2021. Die Allgemeinverfügung ist im Amtsblatt Nr. 6 des Landkreises Dillingen a.d.Donau unter www.landkreis-dillingen.de veröffentlicht.

    Die Allgemeinverfügung regelt nun in definierten Risikogebieten die Aufstallung von Haus- und Nutzgeflügel zur Verhinderung des Kontakts mit Wildvögeln. Dies stellt neben einer erhöhten Betriebshygiene die effektivste Maßnahme zum vorbeugenden Schutz der Nutzgeflügelbestände dar. Welche Geflügelhalter betroffen sind, ist aus den in der Allgemeinverfügung enthaltenen Übersichtskarten sowie dem in der Allgemeinverfügung enthaltenen Link

    visualgeoserver.fli.de/visualize-this-map/CDC395E0953F929AF917C4F1A62FE998B27F2171186990AD388735DAEED115E8  

    zu entnehmen.

    Des Weiteren müssen Halter von Geflügel im Landkreis Dillingen a.d.Donau mit einem Bestand bis einschließlich 100 Stück Geflügel im Bestandregister ergänzende Aufzeichnungen über verendete Tiere im Bestand vornehmen. Halter von Geflügel mit einem Bestand bis einschließlich 1.000 Tieren müssen zudem ergänzende Aufzeichnungen über die Gesamtzahl der gelegten Eier im Bestand führen.

    Ausstellungen, Märkte und Schauen sowie Veranstaltungen ähnlicher Art, bei denen Geflügel und gehaltene Vögel anderer Arten als Geflügel verkauft, gehandelt oder zur Schau gestellt werden, werden bis auf Weiteres im Landkreis Dillingen a.d.Donau verboten.

    Die Regelungen der bereits bestehenden Allgemeinverfügung des Landkreises Dillingen a.d.Donau vom 4. Februar 2021 zur Erhöhung der Biosicherheitsmaßnahmen gelten weiterhin. Durch die konsequente Einhaltung dieser Biosicherheitsmaßnahmen soll der Kontakt – sei er direkt oder auch indirekt - zwischen Wildvögeln sowie Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so das Risiko einer Einschleppung des Erregers in bayerische Nutz- und Hausgeflügelbestände weiterhin minimiert werden.

    Ein Merkblatt mit Sicherheitsmaßnahmen speziell für Geflügelhalter sowie weitere aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sind abrufbar unter:

    www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/

    Die webbasierte Detailkarte mit den festgelegten HPAI- Risikogebieten ist unter folgendem Link abrufbar:

    visualgeoserver.fli.de/visualize-this-map/CDC395E0953F929AF917C4F1A62FE998B27F2171186990AD388735DAEED115E8



    H u r l e r
     

     

     

     

    Die Geflügelpest (HPAI) breitet sich in Europa und Deutschland immer weiter aus. Insgesamt sind in Bayern derzeit vier Fälle bei Wildvögeln in den Landkreisen Starnberg, Passau, Landsberg am Lech, und Haßberge nachgewiesen. Deutschlandweit sind mehr als 600 Fälle bei Wildvögeln amtlich festgestellt worden.
    Darüber hinaus hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am 29.01.2021 einen einzelnen Vogelgrippeausbruch in einem kleinen Hausgeflügelbestand im Landkreis Bayreuth bestätigt.

    Vor diesem Hintergrund ist von einem steigenden Vorkommen des Virus in der Wildvogelpopulation in Bayern auszugehen. Dieses bedingt ein erhöhtes Risiko der Einschleppung des Virus in Haus-geflügelbestände. Besonders gefährdet sind dabei vor allem Klein- und Hobbyhaltungen, für die die strikten Biosicherheits-anforderungen der Geflügelgroßbetriebe noch nicht gelten.

    Zum Schutz der bayerischen Geflügelhaltungen sollen daher ab sofort verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für sämtliche Haus- und Nutzgeflügelbestände  bayernweit angeordnet werden. Dies hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz aufgrund der bei Wildvögeln vorliegenden Geflügelpestnachweise in Deutschland und Bayern veranlasst.

    Die erforderlichen Maßnahmen werden durch eine Allgemeinverfügung des Landkreises Dillingen a.d.Donau bekannt gegeben und gelten ab Freitag, 5. Februar 2021. Die Allgemeinverfügung ist im Amtsblatt des Landkreises Dillingen a.d.Donau unter www.landkreis-dillingen.de veröffentlicht.

    Die Allgemeinverfügung regelt Maßnahmen wie die Sicherung gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie konsequente Reinigung und Desinfektion. Die Anordnungen erfolgen anhand einer für Bayern entwickelten Risikobewertung auf der Grundlage bundeseinheitlicher Beurteilungskriterien.

    Durch die konsequente Einhaltung dieser Biosicherheitsmaßnahmen soll der Kontakt – sei er direkt oder auch indirekt - zwischen Wildvögeln sowie Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so das Ri-siko einer Einschleppung des Erregers in bayerische Nutz- und Hausgeflügelbestände weiterhin minimiert werden.

    Um eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe in der Wildvogelpo-pulation rasch zu erkennen, wird in Bayern zudem das bestehende Wildvogelmonitoring konsequent weitergeführt.

    Für den Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Dennoch sollten tot aufgefundene Vögel nicht angefasst werden und Funde dem Veterinäramt gemeldet werden.

    Ein Merkblatt mit Sicherheitsmaßnahmen speziell für Geflügelhalter sowie weitere aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sind abrufbar unter:

    www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/

    H u r l e r
     

     

     

    Anbei haben wir Ihnen das Amtsblatt des Landkreises Dillingen a.d.Donau   zum Vollzug des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) sowie der Geflügelpest-Verordnung zum Download bereitgestellt.

    TypDokument/DateinameDateigröße
    pdf Amtsblatt_Nr.25-1.pdf 228,2 KB
    pdf Landkreis Dillingen_Amtsblatt Nr. 6-2021.pdf 2 MB
    pdf Landratsamt Dillingen - Amtsblatt Nummer 2 aus 2021.pdf 176,7 KB

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