Mitteilung zur Ausbreitung der Geflügelpest

    02/04/2021.

    Geflügelpest (HPAI) breitet sich in Deutschland aus;
    bayernweite Anordnung von Biosicherheitsmaßnahmen

    Die Geflügelpest (HPAI) breitet sich in Europa und Deutschland immer weiter aus. Insgesamt sind in Bayern derzeit vier Fälle bei Wildvögeln in den Landkreisen Starnberg, Passau, Landsberg am Lech, und Haßberge nachgewiesen. Deutschlandweit sind mehr als 600 Fälle bei Wildvögeln amtlich festgestellt worden.
    Darüber hinaus hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am 29.01.2021 einen einzelnen Vogelgrippeausbruch in einem kleinen Hausgeflügelbestand im Landkreis Bayreuth bestätigt.

    Vor diesem Hintergrund ist von einem steigenden Vorkommen des Virus in der Wildvogelpopulation in Bayern auszugehen. Dieses bedingt ein erhöhtes Risiko der Einschleppung des Virus in Haus-geflügelbestände. Besonders gefährdet sind dabei vor allem Klein- und Hobbyhaltungen, für die die strikten Biosicherheits-anforderungen der Geflügelgroßbetriebe noch nicht gelten.

    Zum Schutz der bayerischen Geflügelhaltungen sollen daher ab so-fort verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für sämtliche Haus- und Nutzgeflügelbestände  bayernweit angeordnet werden. Dies hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz aufgrund der bei Wildvögeln vorliegenden Geflügelpestnachweise in Deutschland und Bayern veranlasst.

    Die erforderlichen Maßnahmen werden durch eine Allgemeinverfü-gung des Landkreises Dillingen a.d.Donau bekannt gegeben und gelten ab Freitag, 5. Februar 2021. Die Allgemeinverfügung ist im Amtsblatt des Landkreises Dillingen a.d.Donau unter www.landkreis-dillingen.de veröffentlicht.

    Die Allgemeinverfügung regelt Maßnahmen wie die Sicherung gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie konse-quente Reinigung und Desinfektion. Die Anordnungen erfolgen an-hand einer für Bayern entwickelten Risikobewertung auf der Grundlage bundeseinheitlicher Beurteilungskriterien.

    Durch die konsequente Einhaltung dieser Biosicherheitsmaßnahmen soll der Kontakt – sei er direkt oder auch indirekt - zwischen Wildvögeln sowie Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so das Ri-siko einer Einschleppung des Erregers in bayerische Nutz- und Hausgeflügelbestände weiterhin minimiert werden.

    Um eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe in der Wildvogelpo-pulation rasch zu erkennen, wird in Bayern zudem das bestehende Wildvogelmonitoring konsequent weitergeführt.

    Für den Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Dennoch sollten tot aufgefundene Vögel nicht ange-fasst werden und Funde dem Veterinäramt gemeldet werden.

    Ein Merkblatt mit Sicherheitsmaßnahmen speziell für Geflügelhal-ter sowie weitere aktuelle Informationen zur Geflügelpest in Bayern sind abrufbar unter:

    www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/

    H u r l e r
     

     

    Anbei haben wir Ihnen das Amtsblatt des Landkreises Dillingen a.d.Donau zum Vollzug des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) sowie der Geflügelpest-Verordnung zum Download bereitgestellt.

     

    TypDokument/DateinameDateigröße
    pdf Landratsamt Dillingen - Amtsblatt Nummer 2 aus 2021.pdf 176,7 KB

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