Aktuelle Hochwasserlage im Landkreis Dillingen

    06/01/2024.

     

     

    Die ausgiebigen Niederschläge am letzten Wochenende führten zu einer absoluten Ausnahmesituation in der Region. Nur durch den Einsatz unserer Feuerwehrleute, den Landwirten, Firmen, den vielen freiwilligen Helfern und Ehrenamtlichen in den Dorfgemeinschaften sowie dem Bauhof konnte diese Krisensituation bewältigt werden. Vielen herzlichen Dank für Ihre tatkräftige Unterstützung und Solidarität.

     

    Ein Dankeschön auch an unsere Partnergemeinde Oberwiera mit Ihrem Bürgermeister Holger Quellmalz für die angebotene Mithilfe.

     

    Im Landkreis Dillingen/Do. und Donau-Ries wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Bitte beachten Sie weiterhin die Einschränkungen und die Anweisungen der Einsatzkräfte

     

     

     

     

     

     

    Aktuelle Informationen zur Hochwasserlage (inkl. wichtiger Straßensperrungen)  im Landkreis Dillingen:

    https://www.landkreis-dillingen.de/informationen-hochwasserlage

     


    Donnerstag, 06.06.2024 - 14:22 Uhr 

    Badeverbot

    Aufgrund der Hochwasserereignisse in den vergangenen Tagen ist davon auszugehen, dass eine deutliche Belastung der vom Hochwasser betroffenen Badegewässer durch Keime, aber auch durch sonstige Verunreinigungen anzunehmen ist.

     

    Ebenso erlauben die Sicht- und Uferverhältnisse derzeit kein gefahrenfreies Baden.

     

    Daher wird hiermit vom Gesundheitsamt Dillingen a.d.Donau bis auf Weiteres ein allgemeines Badeverbot für alle vom Hochwasser betroffenen Badegewässer ausgesprochen.

     

    Zudem warnt das Gesundheitsamt auch ausdrücklich davor, überschwemmte Bereiche zum Baden zu nutzen. Auch hier können massive  mikrobiologischen und chemische Belastungen nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus wird seitens des Gesundheitsamtes empfohlen, auch in allen sonstigen Gewässern nicht zu baden, da auch hier hohe Belastungen nicht ausgeschlossen werden können.  

     

    Eine Entnahme von Wasserproben in den Gewässern des Landkreises ist für die nächste Woche geplant. Die Ergebnisse werden auf der Homepage veröffentlicht, sobald sie vorliegen. Über die Freigabe von Gewässern werden wir Sie ebenfalls zeitnah informieren

     

    Die betroffenen Gemeinden werden gebeten – soweit zugänglich und möglich – durch geeignete Maßnahmen (Beschilderung, Information) auf dieses Verbot hinzuweisen.

     

     

    Mittwoch, 05.06.2024 - 19:27 Uhr 

    Anträge auf Hochwassersoforthilfe angesichts Überschwemmungen im Zusammenhang mit aktuellem Hochwasser können ab sofort beim Landratsamt gestellt werden

     

    Am 4. Juni 2024 hat die bayerische Staatsregierung beschlossen, die durch die Unwetterereignisse seit dem 31. Mai 2024 Geschädigten durch Soforthilfen zu unterstützen.

     

    Dazu können die Anträge auf Auszahlung von Hochwassersoforthilfe ab sofort beim Landratsamt Dillingen a.d.Donau gestellt werden.

     

    Dabei bittet die Behörde zu beachten, dass das Landratsamt ausschließlich für die Auszahlung folgender Soforthilfen zuständig ist:

    • Soforthilfe „Haushalt/Hausrat“ für Privatpersonen und nicht gewerbliche Vermieter
    • Soforthilfe „Ölschäden an Gebäuden für Privathaushalte und nicht gewerbliche Vermieter“
    • Finanzhilfe nach der Härtefallfondsrichtlinie für Privathaushalte und nicht gewerbliche Vermieter bei Existenzbedrohung

     

    Die Antragsformulare sowie die dazugehörigen Richtlinien sind auf der Homepage des Landratsamtes (http://www.landkreis-dillingen.de) unter „Aktuelle Informationen zur Hochwasserlage im Landkreis Dillingen“ veröffentlicht.

     

    Die Anträge sind beim Landratsamt Dillingen mit dem Betreff „Hochwasserhilfe“ bis spätestens 31. August 2024 einzureichen. Dabei handelt es sich um eine Ausschlussfrist. Die Anträge sind unterschrieben mit einer Kopie des Personalausweises einzureichen.
    Bei digitaler Einreichung ist darauf zu achten, dass der Antrag mit einer Unterschrift versehen ist. Die digitale Antragsstellung sollte über die E-Mail-Adresse hochwasserhilfe@landratsamt.dillingen.de erfolgen.

    Für Bürger, die keine Möglichkeit zum Ausdrucken der Antragsformulare haben, können die Anträge, die beim Landratsamt bearbeitet werden, an der Info des Landratsamtes zu den üblichen Geschäftszeiten abgeholt werden. Dort können ausgefüllte Anträge auch zur weiteren Bearbeitung abgegeben werden.

     

    Die Auszahlungsbeträge belaufen sich bei Soforthilfe „Haushalt/Hausrat“ maximal 5.000,00 € und bei „Ölschäden an Gebäuden“ maximal 10.000,00 € je Wohngebäude.

    Aus dem Härtefonds bei Existenzbedrohung können den Geschädigten im Einzelfall höhere Beträge ausbezahlt werden.

     

    Das Landratsamt bemüht sich um eine schnellstmögliche Bearbeitung der eingehenden Anträge, bittet jedoch um Verständnis, wenn angesichts der zu erwartenden hohen Anzahl an Anträgen die Auszahlung unter Umständen nicht sofort am darauf folgenden Tag erfolgen kann.

     

    Die Anträge auf Soforthilfen für landwirtschaftliche Unternehmen (einschließlich Gartenbau) und den Fischereisektor bearbeitet das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen-Wertingen (Informationen: www.aelf-nw.bayern.de).

    Das Regierung von Schwaben bearbeitet Anträge auf Soforthilfen für gewerbliche Unternehmen, Angehörige Freier Berufe und gewerbliche Träger wirtschaftsnaher Infrastruktur mit bis zu 500 Mitarbeitern im Landkreis Dillingen a.d.Donau (Informationen: www.regierung.schwaben.bayern.de).

     

     

    H u r l e r

     

     

    Montag, 03.06.2024 - 21:22 Uhr 

    Hochwasserlage im Landkreis Dillingen a.d.Donau;

    Krisenstab beobachtet akribisch Entwicklung des Riedstromes

     

    Der Entwicklung des Riedstromes gilt seit heute Vormittag die ganze Aufmerksamkeit des Krisenstabes im Landratsamt Dillingen. Seit Samstag, 03:00 Uhr, wird an den Staustufen im Landkreis Donauwasser in den natürlichen Riedstrom ausgeleitet, der sich seither kontinuierlich aufbaut. Der Anstieg der Wasserstände auf den davon betroffenen überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen ist aktuell ebenfalls stetig.

     

    Nach den aktuellen Prognosen für den Abfluss an der Donau muss derzeit noch bis mindestens Mittwochnachmittag von einer Ausleitung in den natürlichen Riedstrom ausgegangen werden. So beträgt der Abfluss aktuell Stand 20:00 Uhr 1.030 m³/s. Nach der Prognose muss davon ausgegangen werden, dass sich der Abfluss auf diesem Niveau für die nächsten rund 20 Stunden hält und dann rückläufig ist.

     

    Aus diesem Grund ist mit einer erheblichen Ausdehnung der Überschwemmungsflächen im Bereich des Riedstromes auszugehen, die die bisherigen Ausmaße zurückliegender Hochwasserereignisse deutlich übertreffen wird. Der Krisenstab kam deshalb nach intensiver Beratung und Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth sowie insbesondere der hauptsächlich betroffenen Gemeinde Buttenwiesen zu der Bewertung, dass letztendlich in Bezug auf die Ausdehnung des Riedstromes und der Auswirkungen ein HQextrem nicht mehr ausgeschlossen werden kann.

     

    Die Gemeinde Buttenwiesen hat deshalb in Abstimmung mit dem Krisenstab des Landratsamtes entschieden, zunächst Schutzmaßnahmen für die kritische Infrastruktur wie das Wasserwerk in Angriff zu nehmen. Daneben gilt insbesondere dem Schutz der Bebauung von Pfaffenhofen ein besonderes Augenmerk.

     

    Der Scheitel an der Donau und an der Zusam dürfte überstanden sein. An der Donau war dieser mit rund 1.220 m²/s am Pegel Dillingen a.d.Donau erreicht, während dieser an der Zusam mit 113 m³/s am Pegel Pfaffenhofen erreicht wurde. Damit lag an der Zusam ein HQextrem vor. Die Hochwasserlage und die Schutzanlagen werden weiter beobachtet.

     

    Am späten Nachmittag hat die Feuerwehr in Blindheim einen Deich an der Donau auf der zum besiedelten Bereich hin gewandten Seite Sicherungsmaßnahmen vorgenommen, nachdem am Deichfuß Wasser ausgetreten ist. Dazu wurden mehrere LKW mit Kies an die Schwachstelle verbracht.

     

    Bei Steinheim gibt es einen rückgelagerten Deich, der offensichtlich ebenfalls überströmt wird, was zu Abfluss von Donauwasser in den Riedstrom führt.

     

    Neben den vielen ehrenamtlichen Helfern der Blaulichtfamilie und aus der Bevölkerung sind seit gestern Morgen 70 Soldaten der Bundeswehr in Peterswörth, Kicklingen, Fristingen und Höchstädt zur Unterstützung im Einsatz. Ihnen allen dankt Landrat Markus Müller für den beispielgebenden Einsatz.

     

     

    H u r l e r

     

     

     

    Sonntag, 02.06.2024 - 17:16 Uhr 

    Hochwasserlage im Landkreis Dillingen;

    Gemeinde Buttenwiesen empfiehlt wegen kritischer Lage an der Zusam Teile der Bevölkerung, ihre Wohnungen zu verlassen

     

    Die Gemeinde Buttenwiesen bereitet derzeit eine Evakuierung eines Teils der Bevölkerung vor. Grund ist die unverändert kritische Lage an der Zusam mit zuletzt deutlich gestiegenen Wasserständen. So beläuft sich der Abfluss derzeit auf rund 100 m³/s am Pegel Pfaffenhofen. Noch am Vormittag war für 10:00 Uhr die Scheitelwelle mit rund 73 m³/s prognostiziert. Damit liegt das Ereignis deutlich über einem HQ100 (75 m³/s). Dass gegenüber der Prognose vom Vormittag in den letzten Stunden eine völlig andere Entwicklung eingetreten ist, hat Bürgermeister Hans Kaltner gemeinsam mit Landrat Markus Müller, der sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht hat, in Abstimmung mit den Krisenstäben in Buttenwiesen und im Landratsamt veranlasst, der Bevölkerung dringend zu empfehlen, ihre Wohnungen zum eigenen Schutz zu verlassen.

     

    Die Gemeinde hat für die vorübergehende Betreuung sowohl die Riedblickhalle als auch die Turnhalle bei der Grundschule Pfaffenhofen geöffnet. Dorthin sollten sich die betroffene Bevölkerung begeben.

     

    Die Empfehlung zur Evakuierung gilt für folgende Straßenzüge:

     

    Buttenwiesen: Donauwörther Straße

     

    Unterthürheim: Römerstraße, Am Zusamanger, Breige und Raiffeisenstraße

     

    Pfaffenhofen: tiefergelegene Bereiche

     

    H u r l e r

     

     

     

     

     

    Sonntag, 02.06.2024 - 13:42 Uhr 

    Wertinger Schulen bleiben am Montag, 3. Juni 2024, wegen der Hochwasserlage an der Zusam geschlossen

     

    In Wertingen bleiben am morgigen Montag, 3. Juni 2024, sämtliche Schulen geschlossen. Davon betroffen sind die Grund- und Mittelschule, die Montessori-Schule, die Anton-Rauch-Realschule und das Gymnasium Wertingen und die Berufsfachschule für Pflege.

     

    Grund ist die unverändert angespannte Hochwasserlage im Landkreis Dillingen a.d.Donau und im Speziellen an der Zusam. Dort hat sich im Laufe des Tages ein HQ100 mit Überschwemmung Teile der Innenstadt entwickelt.

     

    Der Krisenstab im Landrastamt erwartet zudem erst heute Abend gegen 18.00 Uhr die Scheitelwelle an der Donau, sodass noch über einen längeren Zeitraum mit einer Ausleitung von Donauwasser in den natürlichen Riedstrom zu rechnen ist. Die Konsequenz sind insbesondere Straßensperrungen in der Verbindung des Aschberggebiets mit den Städten Dillingen und Lauingen.

     

    Ungeachtet der Hochwasserlage und der Schließung der Wertinger Schulen wird es nach aktueller Lage keinen generellen Unterrichtsausfall im gesamten Landkreis geben.

     

    Dies bedeutet, dass grundsätzlich auch in den nächsten Tagen, bis eine Entspannung der Hochwasserlage eintritt, Unterrichtspflicht besteht.

     

    Schülerinnen und Schüler gelten deshalb als entschuldigt, die aufgrund hochwasserbedingter Ausfälle von Buslinien nicht in Präsenz am Unterricht teilnehmen können. Sie müssen sich allerdings über den obligatorischen Weg entschuldigen.

     

    Die Straßensperrungen werden über die Homepage http://www.landkreis-dillingen.de stets aktualisiert veröffentlicht.

     

     

    H u r l e r

     

    Sonntag, 02.06.2024 - 10:01 Uhr 

    Hochwasserlage im Landkreis Dillingen a.d.Donau unverändert angespannt!

    Bundeswehr mit 70 Mann im Einsatz

     

    Weiterhin sehr angespannt ist die Hochwasserlage im Landkreis Dillingen a.d.Donau. Aktuell steht die Entwicklung der Zusam im Bereich der Gemeinde Buttenwiesen und der Stadt Wertingen im Fokus des Krisenstabes im Landratsamt.

     

    Nach der aktuellen Prognose des Hochwassernachrichtendienstes des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth wird der Scheitel am Pegel Pfaffenhofen gegen 10:00 Uhr mit einem Abfluss von 73 m³/s erwartet. Damit läge der Abflusswert deutlich unter der Prognose des Vortages aber dennoch knapp unter einem HQ100 (75 m³/s).

    Für den heutigen Tag sind erneut flächendeckend lokale Starkregenereignisse angekündigt.

    Aus diesem Grund haben sich die örtlichen Feuerwehren darauf vorbereitet, im Bedarfsfall Zusam-nahe Bereiche der Ortschaften Frauenstetten, Buttenwiesen, Unterthürheim und Pfaffenhofen zu evakuieren, sollte sich wider Erwarten eine Situation ergeben, die über ein HQ100 hinausreicht.

     

    Seit heute Morgen sind 70 Mann der Bundeswehr zur Unterstützung der Hilfskräfte im Landkreis im Einsatz. 30 Mann unterstützen derzeit beim Befüllen von Sandsäcken in Höchstädt und werden anschließend in Wertingen zur Verbringung und Verbauung von Sandsäcken eingesetzt. In der Stadthalle Wertingen werden rund 100 Personen, die aus dem Zusam-nahen Bereich evakuiert werden mussten, von der Feuerwehr betreut. Die Verpflegung übernimmt das BRK. Aktuell ist die Innenstadt von Überschwemmungen betroffen. Teilweise stehen die Straßen dort 50 cm unter Wasser. Mit einem Abfluss von 71 m³/s entspricht die Lage in etwa einem HQ100.

     

    Weitere 40 Mann sind seit heute Morgen in Peterswörth zur Verbringung und zum Verbau von Sandsäcken im Einsatz. Dort ist die Donau linksseitig in Flussrichtung über die Ufer getreten. Gebrochen ist der gestern beim Kreissportzentrum und den Firmen Gartner und Gartner Extusion errichtete Behelfsdamm.

     

    Für die Donau wird die Scheitelwelle für heute Abend gegen 18:00 Uhr erwartet. Bei der Staustufe in Faimingen wird dann ein Abfluss von 1.085 m³/s erwartet, sodass in der Spitze bis zu 400 m³/s in den natürlichen Riedstrom ausgeleitet werden.

     

    Im Zusammenhang mit der Ausleitung in den Riedstrom sind aktuell folgende Straßen gesperrt:

    Staatsstraße 2025 vom Kreisverkehr Lauingen (sog. Mausfalle) bis Grundremmingen auf dem Kreisgebiet und die Kreisstraße DLG 24 Lauingen – Weisingen.

     

     

    H u r l e r  

     

    Samstag, 01.06.2024 - 21:10 Uhr 

    Hochwasserlage im Landkreis Dillingen a.d.Donau:

    Lage an der Zusam spitzt sich weiter zu – Landkreis ruft Katastrophenfall (K-Fall) aus!

     

    Der Krisenstab des Landratsamtes Dillingen konzentriert sich aktuell auf die Zusam. Dort spitzt sich die Lage weiter zu. Deshalb hat Landrat Markus Müller nach Beratung im Krisenstab für den Landkreis Dillingen a.d.Donau um 20:50 Uhr den Katastrophenfall ausgerufen.

     

    Der Krisenstab tagt seit heute Morgen ununterbrochen und wird nun personell aufgestockt. Ein Schichtbetrieb stellt die Erreichbarkeit für die örtlichen Sicherheitsbehörden auch während der anstehenden Nacht sicher. Gleichzeitig hat der Krisenstab bei der Bundeswehr bis zu 70 Mann zur Unterstützung angefordert.

     

    „Damit sollen zusätzliche personelle Ressourcen geschaffen werden, um für die anstehenden Einsätze gewappnet zu sein“, so Landrat Markus Müller, der sich am Nachmittag in Wertingen persönlich einen Eindruck von der dortigen Lage verschafft hat.

     

     

    Nach der Prognose des Hochwassernachrichtendienstes des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth von 19:15 Uhr ist von anhaltend hohen Abflussmengen im Bereich der Zusam auszugehen. Gegen Mitternacht werden Abflussmengen im Umfang von 95 m³/s erwartet. Dies entspricht einem HQ 100 an der Zusam. Darauf stellen sich die Sicherheitsbehörden in Buttenwiesen und Wertingen mit den örtlichen Feuerwehren aktuell ein.

     

    Daneben bereitet sich der Krisenstab weiter auf die Auswirkungen der Ausleitung von Donauwasser in den natürlichen Riedstrom vor, die vor allem für morgen erwartet werden. Unverändert liegt eine stabile Prognose für die Donau mit Abflusswerten vor, die denen des Pfingsthochwassers im Jahr 1999 entsprechen.

     

    Zwischenzeitlich wurden die Landwirte im Einzugsbereich des Riedstromes angehalten – soweit möglich – ihre Weidetiere in sicheren Stallungen unterzubringen.

     

     

    H u r l e r

     

     

    Samstag, 01.06.2024 - 12:43

    Hochwasserlage im Landkreis Dillingen a.d.Donau

     

    Die anhaltenden Niederschläge haben auch im Landkreis Dillingen insbesondere an den Zuflüssen zur Donau und manchen Bächen zu entsprechenden Ausuferungen geführt. So sind die Feuerwehren aller Städte und Gemeinden teilweise seit gestern Abend im Einsatz.

     

    Zwischenzeitlich mussten wegen Überschwemmungen folgende Straßen gesperrt werden:

    • Staatsstraße 2027 im Bereich Hinterried - Vorderried - Frauenstetten
    • Kreisstraße DLG 16 Diemantstein - Amerdingen
    • Kreisstraße DLG 32 Schwennenbach - Oberliezheim
    • Kreisstraße DLG 36 Oberglauheim – Schwennenbach
    • Staatsstraße 2028 Weisingen – Aislingen

     

    In Frauenstetten ist der Mühlbach über die Ufer getreten, sodass dort mit einem verstärkten Einsatz von Sandsäcken die Wohnbebauung gesichert werden muss. Auch in Oberglauheim ist die Wohnbebauung von den Ausuferungen betroffen.

     

    Ein besonderes Augenmerk legt die Führungsgruppe Katastrophenschutz aktuell auf Unterliezheim. Dort zeigt der bereits in den 90er Jahren oberhalb der Mühle am Nebelbach errichtete Damm Anzeichen von Instabilität. Die örtliche Feuerwehr ist derzeit damit befasst, eine zweite Barriere mit Bick-Packs aufzubauen, um das aufgestaute Wasser im Falle eines Dammbruchs zurückhalten zu können.

    Ein weiterer Dammburch droht bei der Mühle in Aislingen. Dort ist zur Zeit das THW im Einsatz. Aktuell tritt an einer Stelle Wasser aus dem Damm aus.

     

    Darüber hinaus gilt die gesamte Aufmerksamkeit des Krisenstabs im Landratsamt der Entwicklung im Bereich des Riedstromes. So wurden die davon betroffenen Gemeinden nochmals gebeten, insbesondere möglicherweise betroffene Aussiedlerhöfe über die Hochwasserlage zu informieren und ggf. notwendige Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

     

    Unverändert ist nach der Prognose des Hochwassernachrichtendienstes davon auszugehen, dass die Scheitelwelle der Donau erst im Laufe des morgigen Tages den Landkreis Dillingen passiert und dabei Abflussmengen erreicht werden, die denen des Pfingsthochwassers 1999 entsprechen.

     

    Das Landratsamt wird heute Nachmittag ab 14:30 Uhr ein Bürgertelefon einrichten. Dieses wird unter der Nummer 09071/51-350 erreichbar sein.

     

     

    H u r l e r

     

     

    Samstag, 01.06.2024 - 09:14 Uhr 

    Landratsamt Dillingen bereitet sich auf größeres Hochwasserereignis an der Donau vor

     

    Nach den aktuellen Prognosen des Hochwassernachrichtendienstes des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth bereitet sich der Führungsstab des Katastrophenschutzes im Landratsamt Dillingen auf ein Hochwasserereignis im Landkreis vor, das die Dimension des Pfingsthochwassers im Jahr 1999 erreichen kann.

     

    Die Scheitelwelle wird an der Donau im Landkreis Dillingen derzeit für Sonntag, 2. Juni 2024, am späten Nachmittag erwartet. Bis dahin sind kontinuierlich steigende Pegelstände prognostiziert. Seit Mitternacht hat nach Mitteilung der LEW-Zentralwarte in Gersthofen der Aufstau an den Stauwehren mit der Ausleitung in den natürlichen Riedstrom begonnen.

     

    Die Besonderheit der aktuellen Hochwasserlage besteht darin, dass drei Faktoren zeitgleich aufeinandertreffen:

    • Starke Niederschläge im Einzugsbereich der Iller und der Zuflüsse der Donau wie der Günz, der Mindel und der Kammel
    • Starke Niederschläge im Einzugsbereich der Donau auf Baden-Württembergischer Seite sowie
    • Überregional starke und flächendeckend anhaltende Niederschläge, so auch im gesamten Landkreis Dillingen

     

    „Dies hatten wir in dieser Ausprägung so noch nicht“, betont Landrat Markus Müller, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Katastrophenschutzes im Landratsamt sowie den Hilfsorganisationen, insbesondere den örtlichen Feuerwehren, für ihren engagierten Einsatz sowie das frühzeitige um umsichtige Agieren dankt. So waren viele Wehren bereits am Freitagabend im Einsatz und haben über die Nacht hinweg insbesondere die Lage an den Zuflüssen zur Donau beobachtet. Zudem hat sich der Krisenstab bereits am Freitagabend im Landratsamt zu ersten Abstimmungen und vorbereitenden Maßnahmen getroffen.

     

    Im Landkreis stehen bei der Feuerwehr in Dillingen zwei Sandsackabfüllmaschinen bereit. Unterstützung erfährt das Landratsamt zudem im Bedarfsfall von örtlichen Kiesunternehmen in Bezug auf die Bereitstellung von Sand.

     

    In Kicklingen sind die Vorbereitungen für den Aufbau des Hochwasserschutzes angelaufen, ebenso in Gundelfingen zum Schutz des Kreissportzentrums und der Fa. Gartner. In Lauingen (Donau) wurden bereits gestern Abend 1.500 Sandsäcke an die Bevölkerung ausgegeben.

     

    Wegen Überschwemmungen sind aktuell die Kreisstraßen DLG 32 Schwennenbach – Oberliezheim und die DLG 36 Oberglauheim – Schwennenbach gesperrt.

     

    Nachdem von einer längeren Ausleitung von Donauwasser in den Riedstrom auszugehen ist, wird es auch zur zeitweisen Sperrung von Zufahrtsstraßen zu den Donaubrücken kommen. Darüber werden die Medien rechtzeitig informiert.

     

     

     

    Zudem informiert das Landratsamt über aktuelle Entwicklungen über seine Homepage http://www.landkreis-dillingen.de.

     

     

     

    H u r l e r 

     

     

     

     

     

    Pressemitteilung  der Agentur für Arbeit              

    Nr. 58/2024 – 04. Juni 2024

     

    Kurzarbeitergeld für vom Hochwasser betroffene Betriebe

     

    Das aktuelle Hochwasser richtet in Bayern erhebliche Schäden an. Die Agentur für Arbeit Donauwörth weist daher darauf hin, dass für Arbeitsausfälle von Arbeitnehmenden in Betrieben, die von Hochwasserschäden betroffen sind, Kurzarbeitergeld gezahlt werden kann.

     

    Wenn der Betrieb unmittelbar von der Hochwasserkatastrophe betroffen ist, kann bei Arbeitsausfall unter bestimmten Voraussetzungen Kurzarbeit auf Basis eines unabwendbaren Ereignisses angezeigt werden. Bestehende Betriebsausfallversicherungen sind vorrangig zu beachten. Unternehmen steht die gebührenfreie Hotline 0800 4 5555 20 zur Verfügung. Die Anzeige kann auch online erfolgen:  https://web.arbeitsagentur.de/portal/kontakt/de/unternehmen/unternehmensanfrage

     

    Für die aktuellen Hochwasserschäden gelten die bestehenden gesetzlichen Regelungen für das Kurzarbeitergeld. Im Gegensatz zum konjunkturell bedingten Kurzarbeitergeld gibt es für solche Krisenfälle zusätzliche Erleichterungen: Beschäftigte, in deren Betrieb die Arbeit wegen Hochwasser ausfällt, können außerdem bei Aufräumarbeiten in ihrem Betrieb helfen, ohne dass sie den Anspruch auf Kurzarbeitergeld verlieren. Ferner wird es regelmäßig nicht notwendig sein, vor der Zahlung von Kurzarbeitergeld Arbeitszeitkonten auszugleichen oder Urlaubstage zu nehmen.

     

    Auch Produktionsbetriebe, die von ihrem Zulieferer wegen des Hochwassers kein Material erhalten, können Kurzarbeitergeld beantragen. Dies gilt genauso im umgekehrten Fall, nämlich wenn ein Zulieferer seine Waren nicht an seinen Abnehmer übergeben kann, weil dieser vom Hochwasser betroffen ist.

     

    Ausführliche Informationen dazu, wie Kurzarbeit anzuzeigen ist sowie zur Höhe des Kurzarbeitergeldes und den Voraussetzungen erhalten Betriebe hier:

    https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeldformen/kurzarbeitergeld-anzeige-antrag-berechnung

     

     

    TypDokument/DateinameDateigröße
    pdf Hinweise zur Entsorgung von Öl_06.06.2024.pdf 404,9 KB

    VOILA_REP_ID=C12576CE:00320044